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Cashflow im Mittelstand steuern: Aufzeichnung zu „Liquidität planen statt hoffen“

Veröffentlicht am 10. September 2026

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Viele mittelständische Unternehmen geraten trotz funktionierendem Geschäftsmodell unter Liquiditätsdruck.

In diesem Webinar sprechen wir über Cashflow, Working Capital, Finanzierung, Bankkommunikation und die Frage, wie Liquiditätsengpässe früher erkannt und besser gesteuert werden können.

Für alle, die beim Live-Termin nicht dabei sein konnten oder die Inhalte noch einmal ansehen möchten.

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So, dann hallo und herzlich willkommen zu unserem Webinar Liquidität planen statt hoffen Cashflow im Mittelstand besser steuern. Matthias Walter Eser, unser Gesprächspartner. Matthias, freut mich sehr, dass du heute dabei bist. Ich freue mich sehr.

Vielen Dank für die Einladung. Ja, bevor wir bevor wir starten, kurze Information für alle Teilnehmenden zum Ablauf. Wir machen jetzt hier kurz eine kleine Vorstellung. Matthias wird sich gleich selber auch kurz vorstellen, paar Worte zu sich verlieren und warum er, glaube ich, auch zu diesem Thema viele spannende Impulse beitragen kann.

Und dann unterhalten wir uns über dieses Thema, versuchen das aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und verschiedene Insits zu geben, die hoffentlich für Sie denn ja auch spannende Einblicke bieten können. Das Ganze planen wir mit so ungefähr einer halben Stunde. Was wir dann im Nachgang machen möchten, ist das Ganze natürlich dann auch für Fragen und für die Diskussion zu öffnen.

Das heißt, wir werden Sie dann auch entsprechend als Teilnehmer dafür freischalten, dass Sie dann auch Diskussionsteilnehmer in diesem Termin sind. Und wenn dann noch Fragen oder Anmerkungen da sind, dann können Sie die jederzeit gerne auch äußern. Das unser Plan für die nächsten 40 45 Minuten und dann hoffen wir, dass da viele spannende Themen dabei sind. Matthias, danke dir dass du hier dabei bist.

Wie gesagt absoluter Experte, glaube ich, auf dem Gebiet. Kannst da sehr viel beitragen, gerade was Liquiditätsmanagement im Mittelstand angeht. Vielleicht gibst du einen kurzen Einblick, weshalb du da so ein Experte bist und warum du da bestens für geeignet bist. Sehr gerne.

Also erstmal herzlich willkommen. Mein Name ist Matthias Eser. Ich bin von Berufswegen externer CFO und M&A Berater und beschäftige mich tagtäglich mit genau dem Thema, das uns heute auch im Webinar begleitet, nämlich Liquidität. Unter anderem beschäftige mich mit Liquidität, was das eigentlich bedeutet und warum die meisten Unternehmen viel zu wenig Aufmerksamkeit auf dieses sehr relevante Thema geben.

Als externer CFO begleite ich einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro. Das heißt, meine Mandanten kumuliert machen einen Nettojahresumsatz von über 100 Millionen. Das heißt, ich bin da tagtäglich mit den unterschiedlichsten finanziellen Fragestellungen aus dem Kreise meiner Mandanten konfrontiert und unterstütze eben in der kompletten Bandbreite der klassischen CFO Tätigkeit allerdings über ein externes Format und nicht dass der klassisch interne CFO, weil für die meisten Unternehmen im Mittelstand ist ein interner CFO einfach viel zu teuer und wie man Neudeutsch sagen würde

Einfach overengineertiert. Dabei gehen wir wirklich von der Piike auf über die Buchhaltung bis am Ende zu komplexen M&L-Transaktionen und damit verbundenen Finanzierungsstrukturen. Das heißt, wir können heute alle möglichen Themen, die in dem Zusammenhang irgendwie aufkommen, gerne debattieren dann in der anschließenden Diskussionsrunde. Und bin jetzt auf den Austausch gespannt, lieber Tobias, ich bin mir sicher, dass da aus eurer Perspektive herauch heraus auch immer wieder spannende Fragestellungen kommen,

Denn am Ende, und das ist so meine Kernthese in der Tätigkeit, jede unternehmerische Entscheidung übersetzt sich früher oder später in eine finanzielle Konsequenz. Also jede richtige oder falsche Entscheidung wird sich irgendwo abzeichnen, entweder in der in im Bankkonto, also in der Liquidität, in der G&V oder in der Bilanz. Bestenfalls natürlich positiv und leider Gottes, aber unausweitlich auch manchmal negativ. Und damit man dem ganzen vorbeugen,

Würde ich sagen, steigen wir jetzt direkt in die Diskussion ein. Absolut, Matthias, danke dir. Eine schnelle Anmerkung, die ich zu dem zu dem Punkt noch mache. Wir von Handeln.de, weil ich es jetzt noch nicht erwähnt habe, machen ja Prozessberatung, machen auch Implementierungsberatung von von digitalen Systemen.

Und was du sagst, du sagst, jede Unternehmerische Entscheidung schlägt sich am Ende des Tages auch irgendwie im finanziellen Bild ab. Ja, ganz offensichtlich bei uns sieht man es ja im System natürlich direkt durch die Vernetzung dieser verschiedenen Prozesse. Also offensichtlich natürlich ich habe Einkaufsprozess, ich habe Verkaufsprozess, all diese Themen, das ist so das Herzstück eines jeden Unternehmens inhaltlicher Natur, aber auch prozessualer Natur und deswegen auch systemseitiger Natur,

Das ist immer alles, was mit dem Thema Finanzbuchhaltung zu tun hat. Dort laufen die Fäden immer alle zusammen. Und ich glaube, Liquidität ein sehr spannendes Thema, weil ein sehr unterschätztes Thema. Deswegen ist ja auch unser Titel entsprechend gewählt, wie er gewählt ist, weil viele Unternehmen das eben nicht proaktiv steuern, sondern das ist was das läuft so nebenher, wenn das Geschäft zum Modell funktioniert,

Dann habe ich da im Regelfall keine Probleme damit. Und das ist vielleicht auch so der Punkt, wo ich gerne mit dir einsteigen würde. Wie ich gerade beschrieben habe, das das kennen wir auch aus der tagtäglichen Arbeit mit unseren Kunden. Du sicherlich ja auch viele mittelständisch Unternehmen, die haben starke Produkte, die sind im Markt etabliert, das Geschäftsmodell an für sich funktioniert und nichtsdestotrotz merken wir aber immer mal wieder gerade jetzt auch in den

In den jüngsten Jahren, in der jüngsten Vergangenheit, dass dort doch einige auch etablierte Unternehmen unter Liquiditätsdruck geraten. Aus aus deiner Erfahrung, aus deiner Perspektive, wo siehst du da die häufigsten Ursachen? Ich glaube, wir müssen einen Punkt früher einsteigen. Es gibt mental nur so zwei Zustände.

Der eine Zustand ist das, was du schon beschrieben hast. Es wird für selbstverständlich angenommen. Dann ist es egalitär und dann beschäftigt sich auch niemand damit. Der mehr oder weniger regelmäßige Blick aufs Bankkonto genügt dann.

Und dann gibt's noch den anderen Zustand ist der Panikzustand, wo man merkt, die Liquidität wird eng und dann werden alle möglichen mehr oder weniger kreativen, guten oder schlechten Möglichkeiten hergezogen, um diese Liquiditätslcher zu stopfen. Es gibt aber nicht diesen Zustand, wie ihr das ja auch vom ganzen Arbeitsmodell bei Handeln.de macht zu sagen, wir haben einen Clanprozess und dieser Prozess wird stupide im besten Sinne des Wortes eingehalten,

Damit wir Planbarkeit im Ergebnis haben. Also ein finanzielles Ergebnis ist am Ende auch nur die Konsequenz von konsequenten oder inkonsequenten Entscheidungen. Das heißt, wenn es irgendwann mal aus den Fogen gerät, dann ist es kein zufälliger Zustand, sondern ehrlich gesagt nur die Feststellung, dass man in der Zeit zuvor wesentliche Maßnahmen unterlassen hat. Und ein Grund dafür natürlich jetzt auch in Amttag der ganzen politischen Situation und der gesamtwirtschaftlichen Situation ist jetzt einfach das Unternehmen aus der vergangenen her aus der Vergangenheit herausken,

Wo die Wirtschaft einfach stark gewachsen ist. Da red man jetzt mal alle Jahre von 2010 bis 2020 Roundabout. Niedrige Zinsen, man konnte sich leicht durchfinanzieren und Wachstum im unternehmerischen Sinne war auch keine große Kunst. Und um da den Henry Goldbeck zu zitieren, einer der bekanntesten Immobilienunternehmer in Deutschland, der meinte mal, wer in diesen Jahren kein Geld verdient hat, der hat es auch einfach nicht verdient.

Jetzt kommt man eher in die Zeit, wo man sich wieder verdienen muss, nicht nur bekommen, sondern verdienen und wo man gute Entscheidungen treffen muss. Und genau dieses Verdienen heißt, dass man die Dinge, die für selbstverständlich genommen wurden, jetzt nicht mehr für selbstverständlich nehmen darf und z.B. Unter dazu Hilfenahme von euch dann auch die richtigen Prozesse implementiert, dass wenn das Geschäftsmodell,

Wie du es ja unterstellt hast, inhaltlich funktioniert, dann eben nicht an einer fragmentierten oder einfach nicht ineinander geschlossenen Systemlandschaft scheitert, wenn man sagt, wir hätten vielleicht ein Geschäftsmodell, das funktionieren könnte, aber rein buukalterisch und damit finanziell funktioniert es nicht, weil wir keine Klarheit über unser Zahlenwerk haben, weil einfach unsere Systeme nicht miteinander kommunizieren oder das ganze zu fragmentiert ist. Finde ich finde ich sehr spannend,

Was du ansprichst, Matthias, gerade in das Thema unternehmerisch klare Entscheidungen und klare Prozesse würde ich vielleicht auch noch mal ein paar Einblicke von unserer Seite ausgeben. Weil das ist auch das, was in der tagtäglichen Arbeit bei uns eigentlich immer immer ganz klar und deutlich wird. Weil ich jetzt das davor auch etwas darauf zugespitzt habe, interne, externe Parameter, die natürlich bei bei der Liquiditätssituation mit reinspielen.

Ich sehe es sehe es auch so, wie du das siehst, dass solange ich intern die Ursachen abgeklärt habe und stark aufgestellt bin und das heißt im Regelfall meinen kreditorischen und debitorischen Prozess absolut klar definiert habe und auch konsequent, wie du schon sagst, mit unternehmischen Entscheidungen gut manage. Dann kriege ich liquiditätsseitig kein Problem, auch kein Problem, wenn sich die externen Rahmenbedingung ändern. Auch kein Problem,

Wenn ich wenn ich in in Schocks reinlaufe, bzw. Kein Problem. Ist vielleicht von der Formulierung her zu hart, aber ich kann deutlich mehr abfangen. Und das ist so das, was ich oftmals sehe, wenn ich intern in den in den Prozessen und in den Entscheidungen schon schon Schwachstein habe, dann bin ich natürlich deutlich deutlich anfälliger für diese ganzen anderen Themen, die dann von außerhalb an das Unternehmen rangetragen werden.

Das heißt, die Hausaufgaben ist es intern einfach mal wirklich die Themen anzugehen, diese Prozesse glattzuziehen. Würdest du mir da zustimmen von der von der Einschätzung her? Du hast es jetzt deutlich intellektueller formuliert, als ich es jetzt gesagt hätte. In dem Fall hätte ich jetzt einfach nur den Wolfgang Grupp zitiert, der da meinte, ein kleines Problem ein großes Problem ist ein Seichen für einen Idioten,

Denn jedes große Problem war auch mal klein. Und genau dieses kleine Problem beginnt dann dort, wo wo du es jetzt angesprochen hast. Also, man hätte wahrscheinlich vieles präventiv anpacken können, wenn man Aufmerksamkeit und Ressourcen auf dieses kleine Problem gelegt hätte, um es dann auszumärzen, weil dann hätte sich es gar nicht entwickeln können und sehe ich ganz genauso. Also diese kreditorische und debitorische Perspektive ist auf jeden Fall wichtig.

Gleichzeitig muss man aber auch sagen, es gibt immer Aspekte, die auf ein Geschäftsmodell einwirken können, wie es z.B. Veränder der Energie und Rohstoffkosten. Das können wir nicht managen. Aber was wir managen können, ist unsere Bonität aus der Vergangenheit, um dann geschickte Finanzierungskonstrukte in der Zukunft zu schaffen, mit denen wir uns über diese schlechten Phasen hinwegiefen können.

Das macht das Geschäftsmodell nicht unbedingt tragfähiger in der jeweilig schwierigen Periode, aber es macht, und das muss Credo Nummer eins sein, es macht es für uns überlebbar und die meisten, die vom vom Zustand kleines Problem hin zu großem Problemen wandern, sind diejenige, die dann die Überlebbarkeit nicht mehr haben und damit dem Tode geweiht sind. Und Ziel Nummer eins als Unternehmer muss immer sein,

Den schlechtesten Zustand zu vermeiden, nämlich die Insolvenz. Und da gibt's zwei Zustände, nämlich die Überschuldung und die Zahlungsunfähigkeit. Und die Zahlungsunfähigkeit bei Mangel von Liquidität ist einfach deutlich schneller gegeben als jetzt zu rein technisch gesehen die Überschuldung. Absolut.

Matthias, ein Thema, was ich auch gerne heute mit dir ansprechen würde, ist das Thema Working Capital, weil das ist ein Thema aus meiner Erfahrung, das wird massiv unterschätzt. Ich würde gar nicht sagen, dass es massiv unterschätzt wird. Ich würde einfach sagen, es ist in vielen mittelständischen Unternehmen auch so einfach gar nicht präsent, ja? Sondern dazu wird sich auch wirklich gar keine Gedanken gemacht,

Dass das spielt gar keine Rolle. Du hast jetzt ja sehr viel Erfahrung auch im E-Commerce Bereich. Lässt sich dann natürlich sehr gut anwenden mit entsprechender Vorproduzierung von Kollektionen, mit entsprechender Lagerhaltung, die ich dann dann auch habe. Ist aber natürlich auch in in allen möglichen anderen Geschäftsmodellen im im Mittelstand ein sehr großes Thema, wenn ich an den Produktionsbetrieb denke, wenn ich an an die Haltung von Maschinen denke und so weiter und so fort.

Warum, was ist dein Eindruck, warum wird dieses Thema Working Capital so bewusst umschifft? Warum wird das in der Praxis so selten angegangen? Ich hoffe, du verzeihst es mir. Wir nicht zustimmen, dass es bewusst umschifft wird.

Ich glaube, es wird unbewusst umschifft, weil man eben nach anderen Handlungsmaßstäben agiert. Oft ist der Handlungsmaßstab schlicht einfach der Kontostand und das eigene Unternehmerische Bauchgefühl und das ist ein aus der Historie heraus entstandenes Problem. Jeder Unternehmer, jede Unternehmerin startet in der Regel irgendwo mal bei null, wenn es jetzt die eigene Gründung betrifft. Und dann entwickelt man natürlich über die Zeit und jeder Entwicklungsstufe hinweg so ein intuitives Bauchgefühl,

Wie Entscheidungen getroffen werden müssen und dabei den richtigen prozessualen Werdegang parallel hinzulegen und zu sagen, ich löse mich vom Bauchgefühl und ich habe ein klares System, so wie ihr das ja bei euren Kunden implementiert, ist genau das, was einen großen Verzicht von Ego voraussetzt. Und das merke ich im Mittelstand ganz häufig. Das sind so die klassischen Betriebe zwischen 2 und 100 Mitarbeitern. Natürlich mit der Tendenz zu 100 wird es schon stärker professionalisiert.

Mit der Tendenz zu zwei eher weniger, dass man sagt, ich treffe alles aus dem Bauchgefühl heraus und wenn ich meinen Kontostand sehe, dann kann ich auch gut abschätzen, was jetzt an Verbindlichkeiten und Forderungen noch bei mir im Buche steht. Diese Annahme ist mit Vorsicht formuliert einfach irre, weil man ganz ehrlich sagen muss, spätestens, wenn ich mehr als zehn Zahlungsausgänge und zehn Zahlungseingänge hab,

Konn ich persönlich nicht mehr abschätzen, was da konkret auf mich wartet, noch ganz zu schweigen von den steuerlichen Verbindlichkeiten, die natürlich dann im Ablauf einer jeden Periode auf mich warten oder jeden Monat im Zuge Umsatzsteuer, die fällig wird. Das heißt, Liquiditätsmanagement und Working Capital wird immer komplizierter. Und jetzt haben wir nicht nur das Working Capital Problem bedingt durch die schlichten Zahlungsein und Zahlungsausgänge,

Sondern auch abhängig vom Geschäftsmodell. Bei euch ist ja die Wandbreite im klassischen Mittelstand noch viel größer. Ich kapriziere mich ja relativ stark auf die ganzen Handelsunternehmen. Erweitere das gerade, aber komme eigentlich aus diesem Bereich und würde sagen, das ist eigentlich auch das mit dem höchsten Komplexitätsgrad.

Warum? Wenn wir heute als Handelsunternehmen in Wade einkaufen, wie du vorher gesagt hast, wir kaufen jetzt eine neue Kollektion am Beispiel eines Modehändlers, dann kaufen wir diese Ware ein und das ist für uns erstmal ein Liquiditätsabfluss. Rein buhaltisch ist das aber noch kein Aufwand. Das heißt, im schlechtesten Falle würden wir unsere gesamte Liquidität in Ware abgeben.

Später kommt die Steuerverbindlichkeit, die wir nicht bedienen können, weil das Finanzamt diesen Einkauf von Ware nicht vollständig als Aufwand bewertet. Damit ist es nicht gewinnen reduzierend und wir haben den hohen Gewinn, die daraus resultierende Steuerverbindlichkeit, aber die Liquidität ist ja im Warnlager gebunden und das ist so ein typischer Fall, wo ich sag, das ist dann schon einen Schritt weiter. Gibt aber auch viele Unternehmen,

Die sagen Umsatzsteuervoranmeldung hier Daum oder ich gehe davon aus, dass es schon passen wird und wenn das Finanzamt zum 159, dann muss halt genug da sein. Also da ist einfach die qualitative Differenz extrem groß und ich glaube, es ist häufig dem Umstand geschuldet, dass die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater nicht richtig gut funktioniert und dass man dann sukzessive gar nicht diesen großen Brocken, sondern sukzessive so die Überzeugung gewinnt.

Ich möchte mich damit nicht beschäftigen und je weniger ich mich mit etwas beschäftigen möchte, desto weniger werde ich es tun und desto mehr wird das ganze Thema ins Hintertreffen rücken. Und ich glaube, daher rührt einfach ein sehr distanziertes Verhältnis zu dem Thema Finanzen im generellen. Kann ich kann ich dir absolut zustimmen, Mathias wirklich starkes Statement, was was ich auch oft sehe,

Ich denke, dass wir so bestätigen können. Das hast du auch eingangs beschrieben. Es ist so dieses finanzielle Management aus dem Rückspiegel, was eigentlich eine Tagesordnung bei vielen ist. Und so kann ich Liquidität am Ende des Tages ja nicht schuern, weil Liquidität braucht keinen Rückspiegel, sondern Liquidität braucht die braucht die Sicht voraus.

Aber ich glaube, das ist ja der absolute Klassiker. Wie du gesagt hast, diese Sweet Spot, ich habe vielleicht zwei bis 100 Mitarbeiter. Ich kenne ja mein Bankkonto, ich weiß ja, wie viel da ungefähr drauf liegt, ich weiß ja, was ich jeden Monat ungefähr ausgebe. Und dann kriege ich ja von meinem Steuerberater anderthalb Monate später auch die Auswertung und basierend auf diesen Zahlen manage ich mein Unternehmen.

Was natürlich bei bei Liquidität, wie du ja gerade schon sagst, ein kritischer Aspekt werden kann. Genau dann, wenn eben Kapital gebunden ist, welches aber buchalterisch vielleicht dann auch noch nicht so erfasst werden kann, wie du das beschrieben hast, wenn dann das Finanzamt auch mit wieder ankommt. Ich glaube, das kennen wir alle. Das Finanzampel immer sein Geld, mit denen spaßt man besser auch nicht.

Deswegen ein bekanntes Thema und das ist so so ein so ein so ein sehr bekanntes Muster, welches welches ich auch doch regelmäßig erlebt habe. Aber lass uns vielleicht dann auch einmal kurz darüber sprechen, wie man das Thema Liquiditätsprobleme dann auch entsprechend angehen soll. Das ist ja so ein Thema gerade auch aus unternehmerischen Sicht, das ist ja auch immer leicht vielleicht sogar mit mit Scham behaftet.

Man spricht nicht gerne drüber, man hängt das nicht gerne an die große Glocke, wenn man sagt, es sieht gerade gerade schwierig aus. Und deswegen, wie du auch schon gesagt hast, es wird oftmals eher zur Seite gedrückt. Ich möchte mich damit nicht befassen, auch wenn ich weiß, das ist ein ernsthaftes Problem für mich und für meine Existenz. Aber typischerweise kümmert man sich bei sowas erst darum,

Wenn es denn eigentlich fast schon zu spät ist, bzw. Wenn der Druck dann doch auch wirklich sehr sehr hoch wird. Jetzt hast du gesagt, die Zusammenarbeit mit dem mit dem Steuerberater ist natürlich sehr wichtig im im Hinblick nicht nur auf Liquidität, allgemein auch auf finanzielle Aspekte. Aber natürlich ist dann, wenn es um Liquidität auch geht, die Zusammenarbeit mit Kapitalgebern,

Insbesondere mit Banken. Ich glaube, viel Mittel Mittelständer ist es am Ende des Tages einfach die Hausbank. Ist auch sehr wichtig, was macht da die Zusammenarbeit aus? Wie sollte man auch dieses Thema Liquiditätsmanagement in Abstimmung mit potenziell einer Hausbank angehen aus Sicht eines Mittelständers?

Mhm. Wenn ich die Rahmen bisschen erweitern dürf, ich würde es nicht nur auf das Thema Liquiditätsmanagement beziehen, sondern Liquidität hat noch einen einen kleinen Bruder, der aber zuvorkommt, nämlich die Bonität. Wenn wir gute Bonität haben, haben wir in der Regel auch eine gute Liquidität und umgekehrt. Und die Bonität ist quasi die das Qualitätssiegel der Finanzierungslandschaft.

Und zu sagen, ich möchte keine Finanzierung aufnehmen, ist so schon mal nicht besonders klug, weil wir damit unsere Eigenkapitalrendite verschlechtern. Das ist so wenig und jeder der jetzt zuhört oder zuschaut wird wahrscheinlich kennen. Wenn ich euch jetzt vorschlage, kauft doch eine Wohnung 100% aus Eigenkapital, dann würdet ihr mir alle ein Vogel zeigen und w sagen, nein, natürlich ma Bankkredit. Im Unternehmertum ist es vor allem im Mittelstand noch immer irgendwie gang und gebe zu sagen,

100% Eigenkapital finanziert, was nicht klug ist, weil wir damit unsere Eigenkapitalrendite verschlechtern. In der Regel dann auch noch rein bilanzell darauf bezogen, dass man sagt, wir haben noch nie Gewinne ausgeschüttet. Was ein weiteres Problem darstellt. Es würde es aber den Rahmen sprengen.

Nur als kleine Senote, eure Gewinnvorträge sind Haftungskapital erhöhend. Das heißt, das ist im schlechtesten Falle alles mit weg. Also den Gewinn, den er gemacht und schon versteuert habt, wäre im schlechtesten Falle dann bei einer Insolvenz auch mit weg, auch wenn ihr das schon versteuert hättet. Grundsätzlich ist eine gute Voraussetzung, um Liquidität zu steuern, Liquidität zu messen.

Das heißt, Liquiditätsmanagement kann man in der heutigen Zeit leichter denn je über diverse Online Tools abbilden. Wir beide haben ja quasi ein gemeinsames Fable für einen Tool, nennt sich Recap. Ist günstig, ist einfach. Am besten einfach dann beim Tobias melden, wenn ihr das bei euch mit implementieren wollt.

Recap ist ein Tool, das euch dabei hilft, eure Bankkonten mit anzubinden. Wirklich von der klassischen Hausbankverbindung, Girokonto, Rücklagenkonto, aber auch Tagesgeldkonten und Kreditkarten können dort mit angebunden werden und wir können über eine sehr einfache und kostengünstige KI Lösung am Ende analysieren, wie verhält sich denn eigentlich unser kompletter Cashflow? Und das ist eine große Differenzierung, was ich immer wieder höre bei Unternehmen.

Wenn sie mir sagen, ja, wir sind noch profitabel, s ich hervorragend, dass du profitabel bist, aber bist du auch Cashflow positiv? Das sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Ich kann rein buhaltisch an dem Handelsbeispiel von vorher mit dem Wareneinkauf durchaus profitabel sein, aber trotzdem Cashflow negativ, weil ich mehr Mittelabfluss als Mittelzufluss habe. Und genau deswegen möchte ich mir anschauen, bin ich nicht nur in meiner betriipswirtschaftlichen Auswertung Kurs BWA oder K profitabel,

Also das vorläufige Ergebnis, wenn ich es betrachte, sondern bin ich im Zuge dessen auch Cashflow positiv, weil Profitabilität ohne positiven Cashflow wird früher oder später zum Problem führen, nämlich schon alleine die steuerliche Verbindlichkeit wird dazu führen, dass wir ja irgendwann auch diese steuerliche Verbindlichkeit mit Liquidmitteln bedienen müssen. Das heißt, wir müssen erstmal unsere Liquidität messen, dann müssen wir sie miteinander analysieren.

Diese Analysen können komplexer oder einfacher sein, aber den meisten ist schon geholfen, wenn sie ihre Liquidität mal in einem verständlichen, konsistenten und gleich schematischen Muster immer wieder durchschauen und schon sehen, ah, hier tun sich gewisse Tänze auf. Die meisten Unternehmer sind sehr klug und wenn sie dann ihre Zahlen vor sich sehen, können sie auch gewisse Ableitungen und Querverbindungen herstellen. Und dann, wenn wir wenn wir gemessen haben,

Wenn wir analysiert haben, dann gehen wir in die Interpretation. Dann schauen wir uns im Rahmen der Interpretation an, was bedeutet das und was machen wir damit? Und die Frage, was machen wir damit, hat sowohl einen Gegenwartsbezug als auch einen Zukunftsbezug. Und wenn wir vom Zukunftsbezug sprechen, dann sprechen wir nichtmer von der Analyse, sondern vom Forecasting.

Und beim Forecasting gehen wir üblicherweise in einem dreistufigen Modell vor. Wir machen einen Worst Case, das heißt, was passiert, wenn alles schlecht läuft? Wir machen einen Base Case, den Basisfall und wir machen einen Best Case, also was kommt raus, wenn alles wunderbar läuft und sogar noch etwas besser, als wir uns das wünschen oder vorstellen können? Und damit kommen wir in eine in einen Zustand,

Wo wir unsere Zukunft zwar nicht absehen können, aber wir können gewisse Modelle ins Leben ziehen. Also, wir können die Zukunft in die Gegenwart ziehen, uns anschauen, was passiert denn, wenn? Und genau diese Frage, was passiert, wenn, bringt uns dann zu gewissen Handlungsmustern zu sagen, wenn alles schlecht läuft, dann brauche ich eine gute Bonität, weil dann brauche ich eine Finanzierung. Bonität kann ich gut steuern.

Jetzt auf deine Frage abgezielt, Tobias, wie ist die Zusammenarbeit mit der Hausbank? Wie läuft das mit der Bonität? Ich kann relativ manuell an die Schufer und an die Krefo manuell meine Unterlagen schicken oder und jetzt bitte mitschreiben, es gibt ein wunderbares kostenfreies Tool von der VR-Gruppe, also Volks und Reifeisenbanken, das nennt sich Bonitätsmanager, also wirklich bonitätsmanager.de einfach googelen, bitte nicht jetzt,

Sondern später und dort könnt ihr euch einen Account erstellen und über eure publizierten Handelsregisterinformation, also das sind dann eure GmbHs in der Regel oder Aktiengesellschaften, die dort eingetragen sind, könnt ihr zentralisiert auf diesem Bonitätsmanager eure Betriebswirtschaftlichen Unterlagen, eure Jahresüberschüsse, eure kurzfristige Erfolgsrechnungen oder eure Einnahmenüberschussrechnungen hochladen. Und das Schöne ist über dieses Tool, das kostenfrei ist, wird's automatisch an die ganzen Ratingin Institute übermittelt.

Das heißt, ihr müsst nur einen standardisierten Prozess im Monat vollziehen. Der dauert 60 Sekunden, wenn ihr euer Login parat habt. Und damit ist diese Sache gegessen, denn jede Bank greift am Ende auf externes Rating zu und hat auch ein internes Rating. Deswegen Schritt Nummer 2: Immer die Hausbank jeden Monat, nachdem der Steuerberater die BWA zur Verfügung stellt, bitte einfach diese BWA an die Spark Spark die Hausbank weiterleiten.

Kann auch die Feuerbank, Deutsche Bank, Kommerzbank, was auch immer sein. Einfach an den Ansprechpartner weiterleiten und sich nicht in der Situation zeigen, dass wenn man etwas braucht, dann Unterlagen nachliefert, sondern wir liefern im voraus, also wir gehen in die Proaktion, nicht in die Reaktion. Und die Proaktion bringt uns später in die Situation bei der Bank, dass sie schon zu dem Zeitpunkt, wo wir etwas brauchen, alles über uns wissen.

Und das macht am Ende die Zusammenarbeit mit Banken sehr einfach. Also, wenn ich mit meinem Bänker spreche, dann ist es in der Regel in weniger als 3 Minuten geklärt, weil er sagt: "Her is, ich habe keine Fragen. Was ist denn das Anliegen? Perfekt.

Das ist der Zielzustand. Da wollen wir alle hin. Vielleicht einen kurzen Zwischeneinschub, den ich den ich mache. Matthias, duest es angesprochen, dass finanzielle Auswertung mit Dashboards und klare Zahlen natürlich auch wichtig sind, um gute unternehmerische Entscheidungen zu treffen.

Um hier einmal kurz darauf hinzuweisen, da werden wir nächsten Monat eine Anschlussveranstaltung zu diesem Termin heute haben, wo wir auch noch mal vertiefend über dieses Thema sprechen werden. Das heißt, wenn das für Sie interessant ist, finanzielle Auswertungen, finanzielle Dashboards, dann vielleicht hier schon mal der kurze Hinweis, dass da auch eine spannende Veranstaltung folgen wird. Noch mal vertiefend auf das Thema Liquiditätsicherung würde ich es einfach mal nennen,

Dann auch mit mit externen Stakeholden einzugehen. Du hast jetzt gerade sehr gut beschrieben, was in der Zusammenarbeit mit den Hausbanken auch wichtig ist, proaktiv das Ganze anzugehen. Logischerweise, woher soll die Bank es denn auch wissen, wenn sie jahrelang nichts von mir gehört hat, wenn ich nie drauf angewiesen war, woher soll sie die Information haben? Woher soll sie denn im Werdegang des Unternehmens nachvollziehen können?

Wie soll sie denn dann auch eine klare Entscheidung treffen können, wenn ich genau das alles nicht tue? Deswegen kann ich auch nur so bestätigen was du genannt hast, dass das eben sehr wichtig ist, diese Themen dann auch proaktiv einzureichen, zu hinterlegen, diese Informationslage gut zu pflegen. Eine Sache vielleicht noch in Ergänzung dazu, nämlich die Nichtbereitstellung von Informationen wirkt nicht rating neutral.

Das heißt, wenn ich keine Unterlagenbereitstelle, wirkt das nicht neutral, sondern das ist Risiko erhöhend und damit Rating verschlechternd. Das heißt, wenn ich selbst die besten Zahlen habe, aber nichts davon bereitstelle, führt es dazu, dass ich in den ganzen Ratings schlechter gerated werde und wenn ich dann kurzfristig auf eine Lösung zurückgreifen möchte, müssen diese Ratings angepasst werden. Das kann dann doch aus ein paar Wochen dauern,

Bis die aktuellen Unterlagen verarbeitet werden oder dann wurden. Das muss man wirklich immer bedenken. Also nur gute Zahlen zu haben ist zwar wunderbar und eine notwendige Voraussetzung, aber diese guten Zahlen auch zu kommunizieren macht das Ganze erst rund und dann auch zu dem Ergebnis führen, wo wir eigentlich hin wollen. Und Matthias, da würde ich vielleicht einfach noch anmerken, wenn man gute Zahlen hat, macht's einfach Spaß,

Die zu kommunizieren. Das geht mir dann auch immer so, wenn man wenn man was erreicht hat, dann freut man sich auch immer, das das gerne mal mitteilen zu können. Zurück zurück zu dem Thema. Es gibt jetzt neben den klassischen Hausbanken, auf die wir uns jetzt fokussiert haben, auch diverse andere Möglichkeiten, wie man wie man Liquidität sichern kann.

Gerade auch vielleicht als ein jüngeres Unternehmen, als ein Wachstumsunternehmen über Förderbanken beispielsweise, aber auch über öffentliche Instrumente. Ich habe den Eindruck, das ist in der in der Startup Szene sehr breit. Wirklich im Einsatz, da ist das sehr etabliert, da wird sowas sowas gerne und proaktiv genutzt. Jetzt gibt's aber natürlich da draußen auch extrem viele Angebote für mittelständisch etablierte Unternehmen,

Die die vielleicht nicht dieses junge Wachstumsunternehmen sind. Auch aus unserer Brille gibt es sehr viel Projektförderung dann dann auch, was ja natürlich auch einen großen Einfluss auf das Liquiditätsmanagement hat. Vielleicht aus deiner Brille, was gibt es da für Konzepte, die du grundsätzlich für empfehlenswert im Bereich Liquiditätsmanagement siehst und auch aus deiner Erfahrung heraus, warum hast du den Eindruck,

Dass das noch so spärlich genutzt wird in etablierten mittelständischen Unternehmen? Mhm. Ich drehe jetzt die Folge der Frage um. Ich beantworte erst die zweite Frage, weil die ist einfacher zu beantworten.

Es ist schlicht wie immer oder vor allem in Deutschland einfach die Bürokratie, was ich auch nachvollziehen kann. Nicht nur die Bürokratie, sondern auch die damit verbunden Haftungsvoraussetzungen. Also sehr viele geförderte Produkte auch Finanzierungsprodukte oder direkte Förderungen dann von Land oder vom Bund haben einfach Subventioncharakter und wenn dabei etwas nicht so läuft, wie es laufen soll, respektive Unterlagen nicht so erstellt wurden und werden wie sie sollten,

Dann geht es ganz schnell strafrechtlichen Bereich des Subventionsbetruges. Ich glaube, das ist sehr vielen einfach zu heiß, dorthinzufassen und weil einfach auch die Förderlandschaft, ich glaube, wir sind mittlerweile in Deutschland bei über 2600 geförderten Finanzierungs Angeboten im weiteren Sinne einfach schlicht unüberblickbar ist. Also selbst wenn man sich täglich damit auseinandersetzt, ich muss sagen, ich habe wahrscheinlich nicht mal 50% der Dinge jemals in der Praxis gesehen und muss man sagen,

Von den anderen 50% weiß ich noch nicht mal, wie das dann in der Praxis ablaufen würde. Es gibt aber trotzdem ganz wunderbare Instrumente. Jetzt wir sprechen in Bayern die Kfw auf der gesamten Ebene der Republik natürlich in Anspruch zu nehmen. Jetzt bei uns in Bayern sogar noch Ergänzung dazu die LFA, also die Landesförderanstalt.

Und das Tolle dabei ist, die Hausbanken helfen uns dabei. Also die Hausbanken sind in der Regel ganz gute Ratgeber, welche Finanzierungslösungen denn in Anspruch genommen werden können, wenn wir jetzt von klassischen geförderten Kreditprodukten sprechen. Das sind nicht die vollständigen Förderungen, da komme ich gleich noch drauf zu sprechen, sondern geförderte Kreditprodukte. Für die ganzen Startups sind es die typischen oder diese diese Existenzgründungszuschüsse mittlerweile bis 200.000 €.

Das das ist Kfwt 067. Da muss man nicht besonders viel tun und da muss man jetzt auch kein komplexes Set an Unterlagen einreichen. In Zeiten von KI geht's immer leichter zu sagen, ich habe einen Businessplan, ich habe einen Investitionsplan, ich habe einen Liquiditätsplan und einen Rentabilitätsplan. Ist jetzt nichts, was jetzt von einem Unternehmer oder einer Unternehmerin echte Rocket Science verlangt.

Ich würde sagen, das ist einmal ein Nachmittag auf dem Hosenboden setzen und sich dann mit dem eigenen Zahlenwerk auseinandersetzen, die Pläne ein wenig konkretisieren und dann kommt man auch relativ schnell zu Liquidität, mit der man gut arbeiten kann. Wenn die Unternehmen schon etablierter sind, dann steigen natürlich die Volumen geht dann glaube ich bis 30 Millionen in der Gesamtsumme, was man dort abgreifen kann über diese geförderten Kreditprodukte.

Was übrigens heißt, dass z.B. Trägungsverzichte oder Zahlungsverzichte für gewisse Zeiträume mit dabei sind. Kannst z.B. Sagen in diesem KfW 067, ich mache ein zehnjährige eine zehnjährige Laufzeit und die ersten zwei Jahre sind tilgungsfrei und ich bezahle nur den Zins natürlich dann auch wieder Liquiditätsentlastend ist.

Ich könnte erstmal mein Business aufbauen oder die meine Existenz weiterhin begründen und fang dann mitm tatsächlichen Kapitaldienst erst an, wenn ich schon mal ein Fundament geschaffen habe und bin gleich von Anfang an doppelt belastet im Aufbauen und in der Rückzahlung der Kreditlösung. Gleichzeitig haben wir natürlich niedrigere Zinssätze, weil diese ganzen Förderinstitute dazu beitragen, das Risiko zu reduzieren und Zins ist ja rechts rein technisch gesehen nichts anderes als eine von Risiko gekennzeichnete Leigebühr auf das Geld.

So, deswegen ich würde da einfach mit der Hausbank sprechen und mal schauen, was ist denn für mein konkretes Vorhaben, wenn ich so denn eines habe, eine gute Lösung und dann brauchst du natürlich noch jemanden, der die passenden Unterlagen dafür unterstellt. Kann der Steuerberater helfen, kann natürlich auch das CFO dabei helfen oder der Unternehmer, die Unternehmerin kann das selber machen. Und dann gibt es noch jetzt mal kurz den Topf erweitert die klassischen Förderungen.

Und das ist etwas, was ich schade finde, dass die meisten Unternehmen einfach viel zu wenig in Anspruch nehmen, aber liegt auch einfach an der Unübersichtlichkeit, wo der Staat zum Teil wirklich Geld verschenkt. Also er schenkt wirklich Geld. Ja, entweder in Form von Steuer erlässen, Steuerrückzahlungen, Steuerbegünstigungen oder wirklich in Form von Baruszahlungen. Da gibt die Forschungszulage als wunderbares Instrument, wo man Geld zurück bekommen kann,

Was niemand in Anspruch nimmt. Für die ganzen Unternehmer, die schon ein bisschen ambitionierter sind, über das Bundesamt für Ausfkontrolle gibt's den sogenannten Exitzuschuss. Das heißt, jeder der sich in Deutschland als Business Angel respektive Venture Capital Investor engagiert, bekommt dort eine 25%zentige Förderung auf seinen auf seinen Exit den er dann quasi im Zuge seiner eigenen Investition fördert. Ist jetzt sehr verkürzt dargestellt.

W die Details noch mal nachschauen, aber das sind alles Möglichkeiten, wo man sich die eigene wirtschaftliche Situation schon durchaus zum Vorteil dann ausbauen kann. Aber wenn ich natürlich mit jemandem konkuriere, der eine macht's, der andere macht's nicht und der eine hat massive Vorteile, weil einfach die Rahmenbedingungen, die er sich aber selber schafft durch dies durch die in Anspruchnahme von bestehenden Angeboten und ich versuche mit dem zu konkurrieren,

Dann stehe ich natürlich immer schlechter. Also jemand, der 30 Millionen mehr Liquidität hat zum Zins von 6 % und demjenigen, der das nicht hat oder vielleicht das doppelte an Zins bezahlt, weil er einfach die schlechtere Finanzierungslösung hat, der hat einfach nicht dieselben Rahmenbedingungen. Das ist so wie wenn wir auf internationaler Ebene produzierende Gewerbe miteinander vergleichen und wir haben irgendwie extrem teure Strom und Gaspreise und in anderen Ländern ist das nicht der Fall,

Da sind das einfach schlechtere Grundvoraussetzungen, mit denen wir schon mal starten. Und das ist dann einfach dem Strahlensatzprinzip folgend. Je länger wir diesen Strahl ziehen, desto eklatanter wird am Ende die Differenz zwischen diesen beiden optionalen Zuständen. Und dessen muss man sich bewusst sein.

Also alles, was man hier nicht in Anspruch nimmt, ist keine noble unternehmerische Leistung, sondern es ist einfach die Unterlassung von Selbsthilfe und jeder Unternehmer ist erstmal gut daran, sich selbst zu helfen und sich selbst herauszuarbeiten und die Dinge, die geboten werden, auch in Anspruch zu nehmen. Und die Ausrede zu sagen, ich weiß nicht, wo ich das finde, die ist spätestens mit dem heutigen Webinar so nicht mehr gegeben,

Weil jeder kann die passenden Partner zur Seite ziehen und sagen, ich möchte Hilfestellung bei X, weil nicht jeder kann in allem der Experte sein, aber jeder kann so professionell sein und sich die passenden Partner zur Hand ziehen und dann quasi im Team die besten Leute fusionieren und damit mehr zu schaffen als die Sumit Einzelteile. Matthias, sehr spannende Einblicke, sehr guter Aufruf auch von deiner Seite aus.

Ich würde jetzt mal mit fortschreitender Zeit noch mal zum Abschluss ein Thema hier in den in den Vordergrund stellen wollen. Du hast sehr viele spannende Eins gegeben pro Schwachstellen im Liquiditätsmanagement bei mit der ständischen Unternehmen liegen. Du hast auch viele Ansatzpunkte genannt, wie man wie man vorgehen kann. Gerade jetzt auch zum Abschluss noch mal.

Und wie du auch klar gesagt hast, man kann sich nur selbst helfen und es nicht zu tun wäre wäre fatal und wäre ein Fehler. Um es vielleicht an so zum Abschluss, das machen wir immer ganz gerne noch mal plastisch runterzubrechen. Wo sollte ein mittelständisches Unternehmen heute ansetzen, wenn ihr sagt, ich möchte jetzt meine Liquiditätssteuerung professionalisieren? Gibt es da vielleicht so eine Top drei an Dingen von dir als Empfehlung,

Die ich jetzt ganz konkret, ich gehe aus diesem Webinar raus, das sollte ich als erstes prüfen, das sollte ich als erstes anstoßen, das sind wirklich so die heißen Tod-Doos. Da sollte ich ran. Ja, bitte Liquidität nicht mehr was Banken untersteuern, sondern Liquiditätsmanagement Tool verwenden. Bonität jetzt über den Bonitätsmanager steuern.

Das können wir alles innerhalb der nächsten halben Stunde machen und die wirtschaftlichen Unterlagen aus der Vergangenheit eben nicht nur bei den Bonitätsmanager kommunizieren, sondern bitte auch an die Bank schicken und dann vielleicht in der nächsten Konsequenz auch mal wirklich eine Beziehung zum eigenen Bankberater aufbauen, denn am Ende leben wir in einer Wirtschaft, die von der Vergabe von Krediten gekennzeichnet ist. Also nicht nur Unternehmen brauchen Kredit,

Sondern auch Länder vergeben sich wechselseitig Kredit. Ist ein ganz normales System. Kredit kommt von Kredere, heißt Vertrauen. Und Vertrauen kann ich nur haben, wenn ich Informationen und belastbare Daten habe und die kann jeder jetzt heute noch innerhalb von 30 Minuten nach dem Webinar zur Verfügung stellen und ist damit schon mal deutlich besser gestellt als davor.

Matthias, danke dir. Klare Ansage an jeden Teilnehmenden. Gerne genauso umsetzen und tun. Ich glaube, damit ist der erste Schritt getan.

Ich hoffe, da war da viel war viel wertvolles dabei, was dann auch dazu beitragen kann, Liquiditätssteuerung in der Praxis zu verbessern. An der Stelle möchte ich dann noch mal darauf hinweisen, Matthias, das war jetzt heute das erste Gespräch dieser Art zwischen uns. Da werden noch weitere Folgen, wie gesagt auch eines zum Thema finanzielle Dashboards und Auswertungen, um besser steuern zu können.

Die Informationen dazu kommen dann auch zeitnah über die bekannten sozialen Kanäle. Das heißt, da gibt es dann auch die Möglichkeit, sich entsprechend anzumelden und wir würden uns freuen, da dann auch die entsprechenden Namen von heute entsprechend wiederzusehen. Tobias, dann darf ich dir von meiner Seite auch ganz herzlich danken. Danke auch an alle Teilnehmer und Zuschauer, die jetzt heute dem Webinar dabei waren.

Ich freue mich auf die Folge Veranstaltungen. Ich würde empfehlen, diese Veranstaltungsreihe einfach konsequent mitzuverfolgen, denn am Ende geht man deutlich schlauer raus, als man hineingegangen ist und ganz utilitistisch gedacht natürlich immer nur im eigenen unternehmerischen Vorteil gedacht. Matthias, ich danke dir. Ich kann mich ich kann mich nur anschließen.

In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen schönen Freitag, dann schon mal ein schönes Wochenende und hoffentlich bis zum nächsten Mal. Danke, bis zum nächsten Mal. Wiedersehen.